Jun 15

Welchen Einfluss haben Werte im Leben?

Die eigenen Werte im Leben beeinflussen das Denken, Empfinden und Handeln. Sie haben Einfluss auf  Vorstellungen, Haltungen, Einstellungen, Wahrnehmung und Motivation. Sie geben dem Leben Sinn.

Dafür investieren wir Zeit, Geld und Energie und würden sogar unser Leben dafür geben. Werte im Leben sind eine Entscheidungsgrundlage für das, was wir tun oder sein lassen und wie wir uns dabei fühlen. Es ist die Brille, durch die wir uns, andere und die Welt betrachten.

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Werte im Leben sind der Rahmen, in dem entschieden wird, ob etwas als gut, richtig, wichtig und wertvoll angesehen wird. Sie wirken wie ein Bewertungsschema. Sie geben Richtung und Orientierung sowie Kraft für etwas zu gehen, einzustehen, es voranzutreiben. Durch unsere innere Werteordnung können wir einschätzen und beurteilen, ob wir zum Beispiel gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen befürworten oder ablehnen.

„Werte im Leben sind das, was einem wert und wichtig ist.“ 
Somit sind Werte im Leben essenzielle Lotsen. Du triffst Entscheidungen immer auf Grundlage deiner Werte.

Mehr dazu in meinem Podcast: >> zum Podcast <<

Entwickle deine Top 10 Werte-Rangliste?

Wenn du deine Werte im Leben noch gar nicht kennst oder dir nicht sicher bist, ob deine vermeintlich wichtigen Werte tatsächlich wichtig sind für dich, haben wir eine geniale Methode, wie du dies ganz sicher herausbekommst.

Wenn du die zwölf aufgestellten Werte betrachtest, hast du eventuell das Gefühl, jeder dieser Werte ist dein Top 1 Wert. Es kann aber auch sein, dass es dir leicht fällt, den für dich absolut wichtigsten Wert zu benennen, aber bei den folgenden Positionierungen fällt es dir immer schwerer zu entscheiden, welcher Wert wichtiger ist als ein anderer.

Schreib alle zwölf deiner Werte im Leben auf ein Blatt Papier, ohne zunächst eine Reihenfolge zu beachten. Vergleiche nun die Werte untereinander und lege fest, welcher Wert wichtiger ist. Deine Werterangliste kannst du auch mittels konkretem Verhalten festlegen. Überlege, was du mit dem jeweiligen Wert erleben möchtest.

Zum Wert Ruhe passt für dich vielleicht folgende Situation: „Ich sitze entspannt auf einer Bank und lausche den Vögeln.“ Der Wert Freiheit ist möglicherweise gleichbedeutend für dich mit folgender Aussage: „Ich arbeite an meinem Herzensprojekt.“

Welche Situationen würdest du bevorzugen? Ebenso können dir folgende Fragen helfen, die Wichtigkeit eines Wertes zu ermitteln.

• Was liegt mir am Herzen?
• Worauf kann ich niemals verzichten?
• Welche Verhaltensweise kann ich niemals tolerieren?

Je besser du weißt, welcher Wert im Leben für dich, andere, Gemeinschaften, Staaten besonders wichtig und weniger wichtig ist, kannst du einschätzen, wie weit der Einzelne oder eine Gruppierung gehen würde, diesen Wert zu schützen, zu erhalten oder durchzusetzen. Menschen sind seit Jahrhunderten im Extremfall sogar bereit, für den wichtigsten Wert ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

Werte im Leben von A - Z



ABC

Abenteuer – Achtsamkeit – Achtung – Akzeptanz – Altruismus – Anerkennung – Anstand – Ästhetik – Auffassungsgabe – Aufrichtigkeit – Ausdauer – Aussehen – Authentizität – Autonomie – Autorität

Balance – Behaglichkeit – Beharrlichkeit – Bildung – Bekanntheit – Beständigkeit – Bewusstseinserweiterung – Beziehungen

DEF

Dankbarkeit – Demokratie – Demut – Disziplin – Durchhaltevermögen

Echtheit – Effektivität/Effizienz – Ehre – Ehrlichkeit – Einfachheit – Einfluss – Eigentum/Besitz – Eigenverantwortung – Einssein – Einzigartigkeit – Eleganz – Engagement – Entspannung – Entwicklung – Empathie – Erfolg – Erotik/Sex – Ethik

Fairness – Familie – Flexibilität- Freiheit – Freundschaft – Führung – Fürsorglichkeit

GHI

Gastlichkeit – Ganzheitlichkeit – Geborgenheit – Gedankenfreiheit – Gesundheit – Gemeinwohl – Gerechtigkeit – Gewaltfreiheit – Glaube – Glaubensfreiheit – Glaubwürdigkeit – Gleichberechtigung – Großzügigkeit

Harmonie – Häuslichkeit – Hilfsbereitschaft – Höflichkeit

Idealismus – Individualismus – Innovation/Innovativ – Integration – Integrität

KLMN

Kameradschaft – Kinder – Kreativität – Kompetenz

Lässigkeit – Leichtigkeit – Leidenschaft – Leistung – Leben – Lebensfreude – Lebensqualität – Lebenssinn – Lebensstandard – Lernen – Loyalität – Lust

Macht – Meinungsfreiheit – Menschlichkeit – Mitgefühl – Mobilität – Moral – Mut

Nähe – Nächstenliebe – Naturbewusstsein – Naturverbundenheit – Natürlichkeit – Nachhaltigkeit – Natur/Umweltschutz

OPQ

Ordnung – Offenheit

Pflichtbewusstsein – Professionalität – Partnerschaft – Präzision – Persönlichkeit – Pragmatismus – Pünktlichkeit

Qualität

RST

Reichtum – Ruhe – Ruhm – Rücksichtnahme

Selbstlosigkeit – Selbständigkeit – Selbstbestimmung – Selbstverwirklichung – Sex – Sicherheit – Solidarität – Soziale Verantwortung – Sparsamkeit – Status – Sorgfalt – Stärke – Sauberkeit – Standfestigkeit

Tapferkeit – Teamgeist – Toleranz – Treue – Tradition – Transparenz – Tüchtigkeit

UVWZ

Unabhängigkeit – Überlegenheit – Umweltschutz – Unbestechlichkeit

Verlässlichkeit – Verständnis – Verbindlichkeit – Verantwortung – Vergnügen – Vertrauen – Vitalität

Wissbegierigkeit – Wachstum – Würde – Wahrheit – Weisheit – Wohlbefinden – Weltoffenheit/Weltbürgertum

Zuverlässigkeit – Zugehörigkeit – Zeitlosigkeit – Zielstrebigkeit – Zufriedenheit

Was ist Werte-Balance?

Werte haben immer einen positiven Gegenspieler, einen Gegenwert. Wird ein Wert dogmatisch oder übertrieben ausgelebt, verkehrt sich dieser ins Gegenteil. Dies führt selten zu einem stärkenden Erleben mit sich und anderen, sondern ist konfliktbeladen. Es braucht eine Balance. Wie Gewichte auf einer Waage beeinflussen sich die Werte gegenseitig. Das rechte Maß, die goldene Mitte zwischen einem "zu viel" und einem "zu wenig" zu finden führte Paul Helwig in seinem Buch „Charakterologie“ von 1951 das Werte- und Entwicklungsquadrat ein.

Anwendung des Werte- und Entwicklungsquadrats
Schreibe in das linke obere Feld (positiver Wert) deinen Wert, den du als wichtig erachtest.

Schreibe in das rechte obere Feld den positiven Gegenwert, so dass ein stärkendes Wechselspiel entsteht.

Beispiele: Sparsamkeit – Großzügigkeit, Vertrauen – Vorsicht, Ehrlichkeit – Wirkungsbewusstsein, Friedlichkeit – Streitkultur, Einzigartigkeit – Teamgeist.

Jeder Wert im Leben und jedes Verhalten, welche mit Dogmatismus und als einzig richtig festgelegt werden, bergen Friedensverlust in sich für uns selbst und andere.

So würde aus

  • Sparsamkeit – Geiz,
  • Großzügigkeit – Verschwendung,
  • Vertrauen – Gefolgsam,
  •  Vorsicht – Misstrauen,
  • Ehrlichkeit – Direktheit,
  • Wirkungsbewusstsein – Verschlossenheit,
  • Friedlichkeit – Harmoniesucht,
  • Streitkultur – Feindseligkeit, ​
  • Einzigartigkeit – Egomanie, ​
  • Teamgeist – Mitläuferschaft, ​
  • Sicherheit – Erstarrung, ​
  • Freiheit – Unverantwortlichkeit, ​
  • Flexibilität – Sprunghaftigkeit.

Ein gesundes Maß an Flexibilität, ein regulierender Umgang mit seinen Werten denn die goldene Mitte macht aus Werten etwas Wertvolles.

Was ist Wertekompetenz?

Wer­te­kom­pe­tenz ist ein akti­ves Aus­ein­an­der­set­zen mit der Umwelt. Um sich mit den oft unter­schied­li­chen oder kon­kur­rie­ren­den Wer­ten aus­ein­an­der­set­zen zu können, benötigen Menschen Wer­te­kom­pe­tenz. Damit wir mit der Wer­teviel­falt auf dieser Welt umge­hen können, ist es wichtig, unsere eige­ne Wertehierarchie aufzubauen und zu kennen.

Werte-Index 2014

Alle zwei Jahre erheben Peter Wippermann, Trendforscher und Professor für Kommunikationsdesign (TRENDBÜRO), und Jens Krüger, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts TNS Infratest, den Werte-Index.

Für den Werte-Index analysiert ein Expertenteam 1,7 Millionen Postings der populärsten deutschen Websites, Communities und Blogs quantitativ und qualitativ daraufhin, wie User grundlegende gesellschaftliche Werte im deutschen Web diskutieren. Es flossen ausschließlich Beiträge ein, die im Zeitraum zwischen dem 01. März 2012 und dem 28. Februar 2013 online veröffentlicht wurden.

53,7 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahre waren im Untersuchungszeitraum aktive Internet-Nutzer (76,5 Prozent). Auszug aus der Presseinformation_Werte-Index_2014.pdf

Werte im Leben

Werte im Leben braucht der Mensch

Wertevermittlung in der Erziehung, damit aus dem Kind ein guter Mensch wird, beschreibt Wayne Dosick, Religionswissenschaftler, Psychologe und Autor in seinem Buch „Kinder brauchen Werte“. Werte bieten Kindern Halt und Orientierung. Wayne Dosick beschreibt, welche Werte Eltern ihren Kinder unbedingt mitgeben sollten.

Dazu gehören: Respekt, Wahrhaftigkeit, Fairness, Verantwortungsbewusstsein, Mitgefühl, Dankbarkeit, Freundschaft, Friedfertigkeit, Streben nach persönlicher Reife und die Fähigkeit, an etwas zu glauben.

Die genannten Werte sieht er als zeitlose Werte, die dem Kind helfen, sich im Leben leichter zu orientieren, was wiederum eine gute Basis für den Umgang mit seinem Umfeld ist. Werte sind der inne­re Kom­pass. Sie geben Ori­en­tie­rung und unterstützen uns. Sie sind die Triebkraft für unser Han­deln, helfen uns Entscheidungen zu treffen und uns zu positionieren, was wir befürworten oder ablehnen.

Auch wenn sich auf deinem Weg vom Kind zum Erwachsenen deine Wertehierarchie - die Werte im Leben wandelt, werden die oben genannten Werte deine Grundwerte bleiben, wenn du diese verinnerlicht hast. Doch sie sind kaum der Motor, der dich in deinem Leben antreibt.

Gesellschaft und Individuum

Gemein­sam geteilte Werte legen die Spiel­re­geln für Gemein­schaf­ten fest. So wirst du der gesellschaftlichen Werteordnung deines Heimatlandes und deiner Familie zustimmen. Anderenfalls wirst du versuchen, diese Gemeinschaft zu verlassen. Die Bemühungen, eine gesellschaftliche Werteordnung zu wandeln, führt zu Revolutionen und Aufständen, wobei eine gewisse „kritische Masse“ erreicht sein muss. Gesellschaftliche Werte sind in den seltensten Fällen identisch mit der persönlichen Wertehierarchie. Die Wertehierarchie einer Gesellschaft kann wie folgt aufgebaut sein:

1.) soziale Gerechtigkeit
2.) Gleichberechtigung von Mann und Frau
3.) Verantwortung gegenüber der kommenden Generation
4.) Pflichterfüllung
5.) Weltoffenheit & Toleranz
6.) Leistungsorientierung

Werte im Leben verbinden

Partnerschaften, Freundschaften und Gemeinschaften sind langanhaltend, wenn die Werte übereinstimmen. Weichen die Werte ab oder sind sie sogar gegenteilig, kommt es zu Konflikten und Spannungen.

So erleben wir in Beziehungen und in der Welt Konflikte und Kriege. Oftmals wirken die Befürworter von „negativen Werten“ (also solche Werte, die das Gemeinwohl belasten, weil sie zur Gewalt aufrufen) hörbarer, kraftvoller und aggressiver als Befürworter von „positiven Werten“ (also solche Werte, die ein friedvolles Miteinander fördern).

Poste deine Werte, die ein friedvolles Miteinander fördern, jeden in seiner Einzigartigkeit akzeptieren, Sicherheit für ein geschütztes Leben geben und unsere Welt zu einem besseren Ort werden lassen. 

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